Translationale Forschung am CCCC

Translationale Forschung hat die Aufgabe, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in präklinische Entwicklungsprogramme und anschließend in die Klinik zu übertragen. Die neuen Ansätze zur Prävention, Diagnostik und Therapie gelangen zunächst im Rahmen von klinischen Studien in die medizinische Praxis.

Das Ziel ist, die Behandlungsmöglichkeiten für die betroffenen Patienten stetig und nachhaltig zu verbessern. Um dies zu erreichen, arbeiten Ärzte, Naturwissenschaftler und Forscher anderer Fachrichtungen eng zusammen.

Sie befinden sich hier:

Aktuelle translationale Forschungsschwerpunkte

  • intrazelluläre und interzelluläre Kommunikationswege (Signalwege) bei der Krebsentstehung,
  • molekulare Diagnostik von Krebserkrankungen,
  • Tumorimmunologie und Immuntherapie,
  • Erforschung der Rolle von Stammzellen bei der Krebsentstehung und Metastasierung,
  • Strahlentherapie,
  • Therapieresistenz,
  • Wirkstoffentwicklung,
  • Integration neuer Disziplinen/Technologien: Medizinische Systembiologie, Genomsequenzierung (Tiefensequenzierung deep sequencing) und molekulares Imaging sowie
  • Früherkennung, Krebs und Alter, Krebsrisiken

Beteiligung des Charité Comprehensive Cancer Center an nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken und -verbünden

Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) - Partnerstandort Berlin

Das DKTK wurde am 18.10.2012 als Stiftung gegründet und baut auf einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg als Kernzentrum sowie sieben universitären Partnerstandorten auf. Dieses einzigartige Netzwerk verbindet einige der stärksten Krebsforschungs- und -therapiezentren Deutschlands. Gemeinsam haben es sich die Partner zur Aufgabe gemacht, maßgeschneiderte Ansätze für eine verbesserte Patientenversorgung von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung zu entwickeln.

EFRE - Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung

POP - Precision Oncology and Personalized Therapy Prediction
POP ist ein Projekt, das mit einem Zuschuss aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) am Partnerstandort Berlin des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) gemeinsam mit der CharitéUniversitätsmedizin Berlin und den regionalen Biotech-Unternehmen Alacris, epo GmbH und cpo GmbH im Herbst 2016 gestartet ist. Auch das DKTK-Kernzentrum in Heidelberg ist beteiligt.
Ziel dieses Projektes ist es, Testsysteme für ein personalisiertes Medikamenten-Screening für Krebserkrankungen verfügbar zu machen. Das bedeutet, mögliche Behandlungskonzepte individuell für den einzelnen Patienten zuzuschneiden. Dazu werden Tumore im Labor nachgezüchtet, die die unterschiedlichen Tumoreigenschaften einzelner Patienten tragen. Patientenspezifische Zellkulturen und Mausmodelle werden bereits in der Grundlagenforschung und in der Medikamentenentwicklung verwendet. Mit dem Einsatz solcher präklinischer Modelle, patientenspezifischer Zellkultur-Modelle und auch Mausmodelle können Forscher die richtige Dosierung und die Wirksamkeit von Arzneimitteln testen. Vereinzelt existieren bereits individuelle Testsysteme, jedoch nur für einzelne Patienten und für bestimmte Tumorerkrankungen. Gemeinsam mit den drei ortsansässigen Biotech-Unternehmen soll dieser Pool an präklinischen Testsystemen systematisch für unterschiedliche Krebserkrankungen ausgeweitet werden.

Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH)

Translationale Forschungsprojekte des BIH:

Twinning Research Grants (TRG):
TRG-Project: Systems medicine of BRAF-driven malignancies

Collaborative Research Grants Projects (CRG):
CRG-Project: Terminate NB: From Cancer DiagnOMICS to Precision Medicine: Model Neuroblastoma
CRG-Project: Targeting somatic mutations in human cancer by T cell receptor gene Therapy

Auswahl an Forschungsprojekten

Projekte BMBF

  • OncoPATH: Analyse und Modellierung therapeutischer Zielstrukturen in onkogenen Signalwegen und im Stoffwechsel solider Tumore
  • MAPTor-NET: Individualisierte Therapie pankreatischer neuroendokriner Tumore (pNET) durch MAPK-mTOR Netzwerkmodellierung

Deutsche Krebshilfe (DKH)

  • TransLUMINAL-B - Neue diagnostische und therapeutische Strategien beim luminalen Hochrisiko-Mammakarzinom. Förderzeitraum: 2015-2017
  • Identifizierung mutierter immunogener Epitope für die T-Zelltherapie gegen Krebs. Förderzeitraum: 2015-2017
  • Akute Lymphoblastische Leukämie im Rezidiv: Entschlüsselung der molekularen Mechanismen zur Überwindung der Therapieresistenz. Förderzeitraum: 2015-2018

DynAge - Alterns-assoziierte Erkrankungsprozesse

  • DynAge - Alterns-assoziierte Erkrankungsprozesse beim Menschen: Dynamiken auf der Ebene von Molekülen, Individuen und Gesellschaft

Projekte Sonderforschungsbereich (SFB)

  • SFB 633: Induktion und Modulation T-zellvermittelter Immunreaktionen im Gastrointestinaltrakt

Projekte EU

  • RESPONSIFY: Genome-Based Biomarkers Leading to Validated Molecular Diagnostic Tests for Response Prediction in Breast Cancer
  • OncoTrack: Methods for Systematic Next Generation Oncology Biomarker Development

Bitte nehmen Sie Kontakt zum CCCC auf, wenn Sie:

  • Ein Einzel- oder Verbundprojekt planen, bei dem Sie die Unterstützung des CCCC in Form von Materialsammlung, Tumorbank, Förderung, etc. benötigen.
  • Ein aktuelles Einzel- oder Forschungsverbundprojekt mit Relevanz für das CCCC melden möchten.
Dr. rer. nat. Verena Materna

Wissenschaftliche Koordinatorin / Koordinatorin QM

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Translationale Forschung - Interdisziplinäre Arbeitsgruppe 'Uveale Melanome'