Veranstaltung

05.07.2017

Psychoonkologische Fortbildung: Lebenssinn, körperliche und psychische Gesundheit

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Ausschließlich für Fachpublikum

Aktuelle Erkenntnisse und praktische Anwendbarkeit in der Psychoonkologie

Eine Vielzahl von Studien der letzten Jahre belegt, dass Lebenssinn ein wichtiger Faktor ist, wenn es um seelische und körperliche Gesundheit geht. Es finden sich positive Zusammenhänge zwischen Sinnerfüllung und vielen Ressourcen. Im Längsschnitt sinken Erkrankungswahrscheinlichkeiten und das Sterblichkeitsrisiko.

Vortrag
   
Für Psychoonkologen, niedergelassene Psychotherapeuten, ärztliche Mitarbeiter und Teilnehmer aus der Pflege 
 
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,  
 
wir freuen uns sehr, Sie zu einer psychoonkologischen Fortbildung zum Thema 
 
"Lebenssinn, körperliche und psychische Gesundheit  - Aktuelle Erkenntnisse und praktische Anwendbarkeit in der Psychoonkologie" einzuladen. 
 
Referentin: Prof. Dr. Tatjana Schnell, Universität Innsbruck
Termin:      5. Juli 2017, 17:00 - 18:30 UhrUhr
Ort:             Konferenzraum CCCC, Ebene 3, Invalidenstr. 80, CCM   

 
Frau Prof. Schnell ist als Persönlichkeits- und differentielle Psychologin an der Universität Innsbruck tätig. Ihren Forschungsschwerpunkt bildet die empirische Sinnforschung, wobei im Fokus die Frage nach der Definition und der Erforschbarkeit des Lebenssinns steht. 
 
 
Abstract 
Lebenssinn, körperliche und psychische Gesundheit
Aktuelle Erkenntnisse und praktische Anwendbarkeit in der Psychoonkologie

 
Eine Vielzahl von Studien der letzten Jahre belegt, dass Lebenssinn ein wichtiger Faktor ist, wenn es um seelische und körperliche Gesundheit geht. Sinnerfüllung geht u.a. einher mit Selbstregulationsfähigkeiten, Autonomie, Kompetenz und sozialer Einbindung. Sie weist einen negativen Zusammenhang auf mit Depression, Ängstlichkeit und der Schwere posttraumatischer Belastungsstörungen. Sie ist positiv mit subjektiver Lebensqualität, körperlicher Funktionstüchtigkeit und Gesundheitsverhalten assoziiert. Je höher die Sinnerfüllung, desto geringer sind Schmerzwahrnehmung und Symptombelastung. Im Längsschnitt sinkt die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alzheimer-Erkrankungen signifikant. Bei Kontrolle aller relevanten Bedingungen reduziert eine hohe Sinnerfüllung das Sterblichkeitsrisiko um ca. 23%.    
  
Wie können diese Zusammenhänge erklärt werden? Im Vortrag werden die motivierende und moderierende Rolle der Sinnerfüllung illustriert, sowie die destruktiven Folgen von Sinnkrisen. Verschiedene Biomarker des Immunsystems, des kardiovaskulären und des neuroendokrinen Systems stehen als mögliche Vermittler zur Debatte. Auch die Genexpression scheint durch die Sinnhaftigkeit persönlichen Handelns beeinflusst zu werden.     
  
Fasst man die Befunde zusammen, so trägt Sinnerleben dazu bei, sich aktiv und motiviert auf das Leben einzulassen. Zudem werden Aufgaben und Ereignisse weniger als Belastung denn als Herausforderung wahrgenommen. Die Auswirkungen potentieller Belastungen auf biologische Systeme werden somit abgefedert, und Entzündungsprozesse eingeschränkt. International wurden in den letzten Jahren Interventionen entwickelt und überprüft, die das Sinnerleben bei Krebspatientinnen und -patienten stützen und stärken können.   
  
Wir freuen uns auf einen interessanten Nachmittag und angeregte Diskussionen. 
 
 
Mit den besten Grüßen 
 
Dr. rer. nat. Ute Goerling
Leiterin Psychoonkologie
Charité Comprehensive Cancer Center   
 
 
Die Veranstaltung wird durch die Ärztekammer Berlin mit 3 Punkten zertifiziert. 

Organisatorisches

Referenten

Prof. Dr. Tatjana Schnell
Associate Professor
Innsbruck University
Institute of Psychology
Innsbruck | Austria

Veranstalter

Charité Comprehensive Cancer Center

Zeit

MIttwoch, 05.07.2017
17:00 - 18:30 Uhr

Ort

Charité Comprehensive Cancer Center
Konferenzraum Ebene 3
Invalidenstraße 80 | 10115 Berlin

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